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Rulantica – Die verborgene Insel! Review zum Roman

Eine gefährliche Reise und ein göttlicher Fluch ergeben ein spannendes Abenteuer.

Bild Quelle: Europa-Park
Bild Quelle: Europa-Park

Taucht mit uns in das blauschimmernde Meer vor der Küste von Rulantica ab und erfahrt wie mir das erste Buch über die sagenumwobene Insel Rulantica gefallen hat. Eine Insel, die Ihr schon bald im gleichnamigen Wasserpark in Rust (neben dem Europapark) erkunden könnt – Gastbeitrag von Felix Kietzmann

Die Geschichte von RUlantica

Bild Quelle: Europa-Park
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Vorab möchte ich sagen, dass ich im Folgenden ein wenig von der Handlung verraten muss und Personen nenne, die erst im Laufe des Buches auftauchen. Natürlich verrate ich nicht das Ende und lasse die meisten Überraschungen aus, die Euch noch im Buch erwarten. Falls Ihr jedoch die Welt um Rulantica komplett alleine entdecken wollt, dann solltet Ihr nicht weiterlesen.

 

Fischschwärme ziehen sanft an den bunten Riffen rund um die Insel Rulantica vorbei, ebenso wie ein blauer, neugieriger Sixtopus, also ein Tintenfisch mit sechs Armen, den Ihr als Europapark-Fans natürlich schon lange unter dem Namen Snorri kennt. Das ist die Welt von Aquina, einer jungen Meerjungfrau und der Heldin der Geschichte. Zusammen mit den anderen Sirenen verteidigt sie das dunkle Geheimnis dieser Insel, das Ihr, falls Ihr das Rulantica Musical im Europapark bereits gesehen habt, ebenfalls kennt: 

 

Der nordische Gott Loki wollte die Menschen in Versuchung führen und erschuf aus einem kleinen Stein seiner Götterheimat Asgard die Insel Rulantica und auf dieser Insel die Quelle der Unsterblichkeit. Keinem Mensch war es erlaubt die Quelle für sich zu nutzen. Aber es kam wie es kommen musste. Ein Wikinger-Stamm fand den Weg zur Insel und nutzte schließlich auch die Macht der Quelle. Nur der Gnade der Göttin Frigg war es zu verdanken, dass der Göttervater Odin die gesamte Insel mit all seinen Bewohnern verschonte. Stattdessen mussten die Wikinger fortan als Meermenschen die Insel und Ihre Quelle bewachen. Denn sollte noch einmal jemand die Quelle berühren, so würde das Schlangemonster Svalgur die Insel und das gesamte Leben auf und um ihr endgültig verschlingen…

 

Das möchten die Sirenen und die aggressiveren Quellenwächter natürlich verhindern. Während die Sirenen dazu vor allem mit Gesang und Wassermagie für Abschreckung sorgen, versenken die Quellenwächter mit Ihren Eispfeilen ganze Schiffe.

 

Aquina versteht natürlich den Sinn ihrer Existenz, aber dennoch fühlt sie sich als eine Außenseiterin und zudem als Tochter von Kailani, der Anführerin der Sirenen, eingeengt und besonders unter Beobachtung. Disney-Prinzessinnen sollte diese Situation durchaus bekannt vorkommen :-)

 

„Die Neugier und das Fernweh ziehen und zerren an Aquina wie das Brennen von Salz auf der Haut…Sie kann es gerade noch aushalten, aber es geht nie ganz weg, solange sie nichts dagegen unternimmt“

 

Als sie jedoch von ihrer wahren Herkunft erfährt und dass sie einen Bruder in der Menschenwelt hat, einen Bruder, der zudem in tödlicher Gefahr schwebt, hält sie nichts mehr in Rulantica. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder und nach ihrer wahren Herkunft.

Die Autorin Michaela Hanauer

Michaela Hanauer, die Autorin des Buches, von dem bereits im Sommer kommenden Jahres der nächste Teil folgen soll, ist eine erfahrene Kinder- und Jugendbuchautorin. Allerdings wagt sie sich mit dieser Fantasygeschichte für Kinder ab 10 Jahre und junge Erwachsene durchaus auf neues Terrain. Und sie erschafft eine glaubhafte Welt mit überzeugenden Figuren. Die Konflikte und inneren Monologe der Hauptpersonen sind nachvollziehbar. Mir gefallen die kleinen Details und Einfälle, wie die Tatsache, dass Aquina „Algetarierin“ (also „Nicht-Fisch-Esser“) ist, sehr zum Missfallen ihrer Mutter und zum Unverständnis ihrer Freunde. Oder auch die Idee von Fischschwärmen, die rückwärts schwimmen und, sollte man in einen dieser Fischschwärme geraten, angeblich die Zeit rückwärts laufen lassen. Bei manchen dieser Einfälle hätte ich mir noch mehr gewünscht, dass sie zu einem überraschenden Zeitpunkt zur Handlung beitragen und nicht nur schmückendes Beiwerk sind.

 

Sehr gut gelingt es, Aquinas (wortwörtlich) erste Schritte in der Menschenwelt zu begleiten. Der Leser staunt mit ihr über alltägliche Dinge, die immer so unterhaltsam umschrieben sind, wie eben ein Meermädchen sie beschreiben würde ohne sie und ihren Nutzen genau zu kennen.

 

„Vor manchen Fenstern gibt es merkwürdige Plattformen mit Gittern davor, die Aquina an die Krähennester der Schiffe erinnern. Auf einigen stehen sogar Menschen und schauen herunter.“

 

Die Dialoge sind mit wenigen Ausnahmen ebenfalls gelungen, nur manchmal stößt einem eine Formulierung auf, die nicht so Recht überzeugt. Ich persönlich fand es zum Beispiel unangebracht, wenn Aquinas Bruder von „Fake News“ spricht, wenn er meint, dass manchmal Unwahrheiten verbreitet werden. Ein so politisch vorbelasteter Begriff hat in dem ansonsten so stimmungsvollen Buch nichts verloren.

 

Ein echtes Highlight ist aber stets der Sixtopus Snorri, der Aquinas Abenteuer begleitet und auch maßgeblich beeinflusst. Und für Fans des Europaparks bietet das Buch zudem einen echten Mehrwert, denn man begleitet Aquina auch an bekannte Orte wie dem Museumshotel Kronasar, das hier im Buch ein städtisches Museum ist.

 

Und ich kann es kaum erwarten, wenn Ende November die Insel Rulantica mit dem Tal der Trolle, dem Goldstrand mit seinen gestrandete Schiffswracks und dem Wikinger-Stelzendorf in Rust zum Leben erwacht.

Fazit

Das Buch ist also unterhaltsame und spannende Lektüre und rundet zudem für Freizeitparkfans das Rulantica-Erlebnis ab. Ich kann es auch für "größere" Kinder empfehlen, mich hat es jedenfalls zu keinem Zeitpunkt gelangweilt und gerade gegen Ende nimmt die Geschichte noch einmal Fahrt auf und präsentiert sogar einen unerwarteten Widersacher für die tapfere Aquina.

Freizeitpark Traveller Gastbeitrag

Zu meiner Person: Ich begleite den Freizeitpark-Traveller häufig auf seinen Reisen und werde zukünftig, falls Euch dieser Beitrag gefallen hat, von Zeit zu Zeit den einen oder anderen Artikel zu diesem Blog beisteuern.

Mich fasziniert es, wenn ein Freizeitpark Welten erschafft, die so überzeugend sind, dass man völlig in sie eintauchen möchte. Insofern freue ich mich nach der Lektüre des Buches natürlich riesig, die Welt von Rulantica "in Realität" zu erleben.

Mein Traum ist als Star Wars Fan dann natürlich noch, einmal durch Star Wars: Galaxy's Edge zu schlendern... am liebsten natürlich mit dem Freizeitpark-Traveller :-)

 

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